Voilà... hier die erste Ausbeute der vergangenen Tage. All die Kränze hier habe ich verschenkt. Nun fehlt noch mein eigener. Den gibt es am Sonntag hier.
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Samstag, 1. Dezember 2012
Sonntag, 29. Januar 2012
Ein Experiment
Für den Februar ist Hellblau angesagt. Und da das extrem schwierig ist, habe ich gestern in der Küche rumexperimentiert. Um es vornweg zu nehmen, der Versuch ist gescheitert.
Ich hatte im Bioladen wunderbare Malvenblüten gekauft, also so nen Tee. Diese Blüten habe ich in kaltem Wasser angesetzt, aufkochen lassen und dann äbe leider vergessen (Telefon hat geklingelt). Das, was dann noch im Topf war, war ein grasgrüner Matsch. Ich kann froh sein, war da überhaupt noch Flüssigkeit drin. Im letzten Sommer hatte ich nämlich um ein Haar einen Küchenbrand verursacht, als ich einen Topf mit Vollreis (jaja, ich weiss, wer kocht denn Vollreis), ins Jenseits befördert hatte. Der Topfboden hing damals weich runter, als ich den Topf vom Herd riss. Und über dem Vollreis hätte man locker eine Bratwurst grillen können, wunderbare Glut mit weisser Asche überzogen.
Aber nun zurück zu meinem gestrigen Versuch. Also zum zweiten Versuch. Malvenblüten nochmals kalt angesetzt, dann kurz vorm Kochen, Topf vom Herd genommen. Den Sud habe ich kurz ziehen lassen, dann abgeseiht. Das Ergebnis war ein wunderbar blaues Gesöff, wie man auf dem ersten Bild sieht.
Die Hälfte davon habe ich mit Zucker sirupartig eingekocht. Sobald das Zeugs angefangen hat zu kochen, hat sich die Farbe verändert - und wurde grün. So richtig giftgrün (siehe zweites Bild).
Vom blauen Gesöff hatte ich ja noch die Hälfte. Das Glas stand bis heute in der Küche. Vorhin habe ich das dritte Bild gemacht. Ohne zu kochen, ohne irgend überhaupt was daran zu machen, wurde auch diese Flüssigkeit grün, aber anders grün, als die mit dem Zucker.
Jetzt gibt es noch eine Möglichkeit: nämlich einen blauen Sud herzustellen, separat einen Zuckersirup zu kochen, den leicht auskühlen lassen und dann mit dem blauen Sud vermischen. Und hoffen, dass er auch am nächsten Tag noch blau ist.
Eine weitere Möglichkeit ist, das mit den Malvenblüten einfach zu vergessen und was ganz anderes zu kochen. Aber was?
Dienstag, 24. Januar 2012
Farbloses Mittagessen - Getreiderisotto mit Krautstielen


Via Heike auf Uwe gestossen. Dort gibt's ein Blog-Event, bei dem ich doch gerne mitmache: Kochen nach Farben, also 12 Monate, 12 Farben. Im Januar ist Weiss angesagt. Henusode, wenn es draussen schon nicht weiss ist, dann also aufm Teller. Ganz so konsequent wie Robert bin ich allerdings nicht - der hat aus roten Tomaten eine weisse Tomatensauce produziert - irre, auf was für Sachen man kommen kann. ;-)
Bei mir gibt's Getreiderisotto mit Krautstielen und Wirsing-Krautstielblätter-Gemüse
1 Bund Krautstiele
1 Wirsing
1 Zwiebel
Im Kräutergarten hab ich ein paar Stengel Thymian gepflückt, da kein Schnee liegt, kommt man da ja super ran im Moment.
Weiter hab ich benötigt:
50 g Dinkel
50 g Buchweizen
50 g Quinoa
50 g Gerste
50 g Hirse
Butterschmalz
1 Stück frische Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle
ca. 5 dl heisse Gemüse- oder Hühnerbrühe
1 Lorbeerblatt
Parmesan, frisch gerieben
1 kräftiger Schluck Weisswein
ca. 1 dl Sahne
Den Dinkel in einem Topf mit der dreifachen Menge Wasser aufkochen, bei kleinem Feuer ca. 35 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Krautstiele putzen, Blatt vom Stengel schneiden, die Stengel in kleine Würfelchen schnippeln. Blätter separat waschen, und in spinatblattgrosse Stücke schneiden. Wirsing vierteln, Strunk entfernen, und Blätter voneinander lösen.
Zwiebel fein hacken, in einem Topf mit grosser Bodenfläche in Butterschmalz glasig dünsten. Abgegossenen Dinkel (Kochwasser auffangen), die restlichen Getreide und die Krautstielwürfel dazu geben, alles gut andünsten, mit Weisswein ablöschen, Wein einkochen lassen, Thymianzweig und Lorbeerblatt dazu, aufgiessen mit heisser Brühe und dem Dinkelkochwasser, gut umrühren und auf kleinem Feuer ca. 25 Minuten köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren, evtl. Brühe nachgiessen.
In einem zweiten Topf mit grosser Bodenfläche Butterschmalz auslassen, den Wirsing und die Krautstielblätter andünsten, salzen und pfeffern, Sahne dazugiessen, auf kleinem Feuer zugedeckt ca. 25 Minuten leise köcheln lassen.
Wenn das Getreidezeugs gar ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ein g'scheites Stück Butter dazu und eine gute Portion Parmesan darunter rühren.
Anrichten auf Suppenteller - in der Mitte das Getreiderisotto, das Gemüsezeugs hübsch drumherum drapieren.
Montag, 16. Januar 2012
Küken-Geburtstag
Heute wird das Wilde Küken 12 Jahre alt. Gefeiert haben wir aber bereits am Samstag. Und da das Küken ein kleiner Gourmet ist, gab es Spaghetti Vongole. 3 kg Muscheln und 1,5 kg Spaghetti haben wir weggeputzt - wir waren 9 Personen.
Und natürlich durfte die Schwarzwäldertorte nicht fehlen - der Wilde-Hennen-Vater hat sich beim Backen einmal mehr selber übertroffen.
Den Burschen rechts haben wir nicht gegessen, der hatte sich zu den Muscheln verirrt.


Sonntag, 8. Januar 2012
Rösti - das Schweizer Nationalgericht
Heute machen wir mal einen kleinen Kochkurs in Schweizer Küche, gelle. Also das, was man hier auf dem Bild sieht, ist eine Rösti. Die Rösti ist das Schweizer Kartoffelgericht. Und für alle Nichtschweizer - die Rösti ist weiblich und es gibt keine Mehrzahl davon. Immer wieder liest man in ausländischen Zeitungen den Begriff «die Röstis». Falsch. Eine Rösti ist eine Rösti und wenn man davon mehrere macht, sind das zwei Rösti oder drei Rösti. Punkt.
Und nun zum Wesentlichen. Eine Rösti besteht aus nichts anderem als Kartoffeln (klar, man kann noch ein bisschen abwandeln, aber dazu später). Aber es kommt kein Mehl rein, es kommt kein Ei rein, nein, nur Kartoffeln, Bratbutter und Salz und ganz zum Schluss ein Stückchen frische Butter.
Jetzt zu den Kartoffeln. Was nicht geht, sind Frühkartoffeln. Das gibt nie eine gute Rösti, da Frühkartoffeln zuviel Flüssigkeit haben. Am besten sind Kartoffeln die «mehligkochend» (z.B. Agata) oder «vorwiegend festkochend» (z.B. Agria) sind.
Eine gute Rösti braucht einen Tag Vorlaufzeit. Nein, nein, keine Angst, man steht für eine Rösti nicht zwei Tage in der Küche. Aber am Tag vor der Rösti gibt es Pellkartoffeln (heissen hierzulande «Gschwellti») mit Salat und Käse. Bei uns jedenfalls. Am nächsten Tag gibt's dann eben Rösti.
Und nun zum Rezept:
für 4 Personen
1 kg mehlig- oder vorwiegend festkochende Pellkartoffeln vom Vortag
Bratbutter
Salz
ein Stückchen frische Butter
Pellkartoffeln abschälen und auf der Gemüsereibe reiben. Das sieht dann so aus:
Die geriebenen Kartoffeln schon mal ein bisschen salzen (aber nicht in der Schüssel rumrühren!). Dann in einer grossen Bratpfanne (beschichtet oder Gusseisen) ein grosses Stück Bratbutter (Butterschmalz) erhitzen. Kartoffeln in die Bratpfanne geben. Mit der Holzkelle das ganze ein bisschen in eine schöne Form schieben und salzen.
Die Hitze ein bisschen reduzieren (ich stell bei 9 Stufen auf 6 oder 7). Nun die ganze Geschichte braten bis am Rand Dampf aufsteigt und die Kartoffeln am Rand bräunlich werden. Nun einen Deckel oder einen Teller (bisschen kleiner als die Bratpfanne) auf die Rösti legen und die ganze Sache mit Schwung drehen. Wieder Bratbutter in die Pfanne, Rösti reingleiten lassen und braten. Nicht rühren, die ganze Sache einfach schön kompakt zusammengeschoben braten lassen. Ganz zum Schluss streiche ich ein kleines Stück frische Butter über die Rösti, damit sie schön glänzt.
Den Kartoffeln kann man, bevor man sie in die Bratpfanne schmeisst, eine Handvoll Speckwürfel bei mischen. Oder man legt die Bratpfanne mit gehobelten Zwiebelringen aus und gibt die Kartoffeln darauf.
Zu einer Rösti passt ein Spiegelei. Das wird separat gebraten und wird auf der Rösti serviert. Dazu eine Schüssel Salat und fertig ist das schnelle Mittagessen.
Man kann eine Rösti aber auch auf einen feuerfesten Teller geben, ein paar Scheiben Raclettekäse obendrüber legen und im Ofen gratinieren.
Zu einer Rösti passt aber auch Zürcher Geschnetzeltes (der Klassiker schlechthin) oder Bratwurst mit Zwiebelsauce oder ein Pilzragout an Sahnesauce oder geschnetzelte Leber. Ach, eigentlich passt alles, was irgendwie Sauce hat, dazu.
Und zu guter Letzt: eine Rösti ist nie, nie, nie ein schlankmachendes Essen.
Denn ohne Butter keine Rösti.
Tipp:
Lieber in zwei Pfannen Rösti braten, statt alles dick in einer Pfanne.
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Dienstag, 3. Januar 2012
Die Moules
Vorspeise für 4 Personen
2 EL gehackte Zwiebeln
2 Zweige Peterlig
2 Zweige Kerbel
3 dl Weisswein
600 g Moules
1 KL Beurre manier
1,5 dl Rahm
1 El Pernod
Parisettes
Zwiebeln und Kräuter in Weisswein aufkochen, vom Herd ziehen und zugedeckt
20 Minuten stehen lassen.
20 Minuten stehen lassen.
Sud erneut aufkochen. Moules beigeben und zugedeckt dämpfen, bis sich die Muscheln geöffnet haben.
Moules in Sieb giessen.Sud in kleiner Saucenpfanne auffangen, Beurre manier einrühren und kurz köcheln lassen.
Rahm dazu giessen, heiss werden lassen, mit Pernod abschmecken. Die warmgestellten Moules in tiefe Teller anrichten und die Sauce darüber giessen.
Mit Parisettes servieren.
Das Curry-Süppchen
Hier nun das Rezept von unserem Silvester-Curry-Süppchen. Es ist nicht von mir sondern von meiner Freundin und ehemaligen Chefin, die in meinem Wohnort ein Restaurant geführt hat und bei der ich jahrelang gearbeitet habe. Wir haben uns heuer zusammen an die Silvesterkocherei gemacht.
als Vorspeise für 4 Personen
1 EL eingesottene Butter
4 EL gehackte Zwiebeln
2 gehackt Knoblauchzehen
1 EL gehackter Ingwer
1 EL Puderzucker
2 EL Curry-Mix (Pulver)
250 g Pelati
3 dl leichte Gemüsebouillon
1 Esslöffel Jasminreis
1 Esslöffel Jasminreis
2,5 dl Kokosmilch
2 EL Limettensaft
ev. Salz und Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in der Butter glasigdämpfen. Puderzucker beigeben, goldgelb werden lassen. Curry-Mix beigeben, kurz mit rösten.
Pelati beigeben, Bouillon zugiessen, den Reis reinschmeissen, alles in 30 Minuten zu einem Mus einkochen.
Das Mus mit Mixstab pürieren und durch ein Sieb zurück in die Pfanne geben. Kokosmilch beigeben, das ganze erwärmen und mit dem Schwingbesen gut aufschlagen.
Mit Limettensaft und eventuell mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
In Tassen oder Teller abfüllen. Mit Crème fraîche und Tomatensaft garnieren.
Sonntag, 1. Januar 2012
Silvestermenü



Blätterteig-Apéro-Gebäck
***
Mango-Randen-Granatapfelsalat (den von hier)
***
kleines Currysüppchen im Glas
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Moules à la crème mit Knoblauchcrostini
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Roastbeef begleitet von Blumenkohl, Fenchel, Karotten,
glasierter Schalotte, mit Rosmarin-Bratkartoffeln
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Brombeermousse umgeben von Mango und Mini-Meringues
Das auf dem Roastbeef ist wäre eine Sauce Bernaise. Es war dann eher ein Drama. In der Küche geht bei mir selten was schief, aber diese Sauce ist gründlich abverr...
Und nicht nur das - bei der ganzen Wasserbad-Geschichte hat sich unter der Schüssel auch noch ein Vakuum gebildet. Nun krieg ich die Schüssel nicht mehr vom Topf:
Falls jemand eine gute Idee hat, wie man die beiden Dinger wieder auseinander kriegt, dann bitte her damit.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Mango-Randen-Granatapfelsalat


Rezept für 4 Personen
4 kleine Randen (Rote Beete)
1 Mango
1/2 Granatapfel
pro Person eine Handvoll Nüsslersalat (Feldsalat)
Granatapfelessig, Rapsöl, Salz, Pfeffer
Salatsauce eurer Wahl für den Nüsslersalat
Randen waschen und im Ganzen weich kochen oder dämpfen, lauwarm abschälen und in kleine Würfel schneiden.
Mango abschälen und vom Stein schneiden, die eine Hälfte der Mango ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Granatapfel halbieren, Kerne rauslösen.
Die andere Mangohälfte in einen Messbecher schnippeln, Granatapfelessig, Rapsöl, Salz und Pfeffer dazu und alles mit dem Stabmixer pürieren.
Wer keinen Zugang zu Granatapfelessig hat, kann auch Apfelessig nehmen. Dann aber aus der andern Hälfte des Granatapfels die Kerne auslösen, diese mit einer Gabel zerdrücken, den Saft auffangen und den in die Salatsauce geben.
Die Hälfte der kleingewürfelten Randen mit der Salatsauce vermischen.
Den Nüsslersalat mit eurer Salatsauce nach Wahl mischen. Auf einen Teller anrichten, daneben ein Häufchen Randensalat setzen und die ganze Geschichte mit den Mangowürfeln und den restlichen Randenwürfeln umgeben. Zum Schluss noch ein paar Granatapfelkerne darüber streuen.
Das Menü

Hier noch das Menü, das ich gestern unseren Gästen kredenzt habe:
Mango-Randen-Granatapfelsalat
***
Kassler mit Senf mariniert, begleitet von Rosmarinkartoffeln, Karotten und Broccoli
dazu Senf aus Dijon mit Provencekräutern
***
Mango- und Brombeermousse im Glas, Mangocarpaccio und Mini-Menringues
Mittlerweilen ist essen bei uns ein Geduldsakt. Jedesmal wenn ich einen Gang anrichte, muss der Teller vor dem Servieren fotografiert werden. Die armen Gäste müssen derweil warten. Schon beim Kochen ist die Kamera ständig mit dabei, so brauche ich zum Kochen neuerdings fast doppelt so lange, weil ich immer erst alles blogtauglich inszenieren muss. Mein Sohn schüttelt nur noch den Kopf - letztens hat er gemotzt: «Mam, drück endlich ab, ich verhungere!»
Montag, 26. Dezember 2011
Weihnachten bei der Wilden Henne
Liebe Mitbloggerinnen und -blogger, Leserinnen und Leser da draussen in der grossen weiten Welt
Ich danke euch für eure Kommentare und die Teilnahme an der Weihnachtsverlosung. Ich find es toll, zu lesen, wie ihr Weihnachten feiert. Die Verlosung findet am Dienstag statt - ihr dürft also gerne noch mitmachen - es gibt ein typisches Schweizer Utensil zu gewinnen. Schreibt mir unter dem Post «Eine Weihnachtsumfrage - mit Verlosung» einen Kommentar, in dem ihr beschreibt, wie ihr Weihnachten feiert, resp. gefeiert habt.
Ich zeige euch nun, wie Weihnachten bei uns gefeiert wird.
Vorsicht - das wird ein langer Post ;-)
Da ich in einer multikulturellen, speziellen, ungewöhnlichen, spannenden Familiensituation lebe, werden hier deutsche und Schweizer Traditionen vermischt. Der Vater meiner Kinder bringt jährlich eine Gans aus Deutschland mit, die jeweils meine Ex-Schwiemu spendet. In der Schweiz kennt man die Gans zu Weihnachten eigentlich nicht.
Nun denne - das Tier will ja fachgerecht zubereitet werden, die Beilagengeschichte ist ja auch nicht grad ohne Aufwand. So hat sich mein Vater bereit erklärt, bei der Kocherei mitzuhelfen. Hierbei ist noch anzufügen, dass ich leidenschaftlich gerne koche - eine Leidenschaft, die ich von meinen Eltern vermittelt erhalten habe - beide kochen hervorragend.
Am 24. Dezember sind nun meine Eltern um 9 Uhr früh angereist. Mein Vater hat sich sogleich dem Gänsevieh gewidmet. Gefüllt wurde der Vogel mit Äpfeln, Backpflaumen, Zwiebeln, Beifuss, Thymian, Majoran, Brotwürfeln.
Dann ab in Ofen mit der Gans. Stundenlang schmurgelte sie vor sich hin, wurde gewendet, liebevoll mit Bratenjus übergossen, wieder gewendet, wieder übergossen...
Während ich mich der Produktion von frischen Knöpfli widmete (das selbe wie Spätzle, aber nicht geschabt, sondern durch ein Lochsieb gestrichen), Blaukraut schnippelte, mein Vater ein Schoko- und ein Himbeermousse zubereitete, hat meine Mutter den Weihnachtsbaum geschmückt.

Das war kein leichtes Unterfangen, weil die Tanne ein richtiger Schiefling ist.
Nach der Tanne hat sie sich der Tischdeko gewidmet - heuer in Weiss und Silber.

Nach der Tanne hat sie sich der Tischdeko gewidmet - heuer in Weiss und Silber.
Als es eindunkelte, haben wir die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet. Traditionsgemäss wird bei uns gesungen - begleitet vom Klarinettenspiel meines Vaters.
Zum anschliessenden Apéro gab es Champagner und lediglich ein paar Gemüsechips, weil das folgende Mahl doch ziemlich üppig war.
Sodele, und nun kommt die Menü-Abfolge:
Broccolicrèmesuppe
***
Gravad-Lax mit Honig-Dill-Senf auf Pumpernickel,
begleitet von Feldsalat an einem Granatapfel-Nussöl-Dressing
***
Gänsebraten mit Apfel-Zimt-Blaukraut, hausgemachte Spätzle,
dazu ein kleiner Knödel aus der restlichen Gänsefüllung
***
Himbeer- und Schokoladenmousse im Glas,
Safran- und Schoko-Meringues auf einem Mangocoulis.

Irgendwann fragte der pubertierende Junghahn: «Dürfen wir eigentlich auch noch Geschenke auspacken?» Aber sicher...
Davon aber morgen, resp. heute bei Tageslicht mehr.
Achjee, ist das ein langer Post geworden. Wer bis hier durchgehalten hat, kriegt einen virtuellen Orden ;-)
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