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Dienstag, 23. April 2013

Ein Abend im Krankenhaus

Warten vor der Notaufnahme

«Mam, ich muss ins Krankenhaus, ich glaube, ich habe mir eine Zehe gebrochen!» Cool, wenn man einen solchen Anruf abends um 20.15 Uhr erhält. Der Junghahn rief aus seinem Kampfsport-Training an. Ich habe den Flattermann nach Hause bestellt - Velo fahren kann man auch mit gebrochener Zehe - und wollte mir das erstmal ansehen. Ich verbringe ja nicht einen Abend im Krankenhaus, wenn das nur eine verstauchte Zehe ist. Das Geschrei im restlichen Hühnerstall war gross: «Du kannst den armen Junghahn doch nicht mit dem Fahrrad nach Hause fahren lassen.» Dochdoch, das kann ich sehr wohl.
Um 20.45 Uhr waren wir dann im Krankenhaus. Die Fortsetzung folgt in Bildern:

Warten in der Notaufnahme

Um 22.30 Uhr sind wir dann endlich zum Röntgen. Dann wieder warten bis 23.00 Uhr, da kam dann eine Ärztin und hat erklärt, dass der Knochen nicht gebrochen sei, sondern einen Riss habe. Salben, einbinden, ruhigstellen und kein Sport. Um 23.20 Uhr waren wir wieder zuhause. Tschüss, schöner freier Abend.

Beim Röntgen

Dienstag, 19. Februar 2013

Erster Meilenstein geschafft - Lehrvertrag unterschrieben


Restaurant und Prosecco an einem gewöhnlichen Montag? Jupp, wir mussten ein bisschen feiern. Gestern haben wir den Lehrvertrag vom Junghahn unterschrieben. Den Ausbildungsplatz hatte er bereits letzten Herbst zugesichert bekommen, gestern ging es noch um die Formalitäten. Der Junghahn wird ab August eine Verwaltungslehre in einem unserer Bundesämter beginnen. Gestern sind wir seinem künftigen Chef und Ausbildungsleiter das erste Mal begegnet - einem äusserst sympathischen Mann. Ich freue mich sehr für den Junghahn, ich denke, er hat einen tollen Ausbildungsplatz gekriegt. Er ist auch total happy und freut sich sehr auf seine Ausbildung.

Samstag, 18. Februar 2012

Skiunfall





Von 14 bis 16.30 Uhr in der Notaufnahme des Krankenhauses verbracht - auf dem provisorischen Bericht vom KH steht: «15jähriger Patient in reduziertem AZ, gutem EZ, gibt starke Schmerzen an.»
Gut, dass der Junghahn den Bericht nicht zur Hand hatte - wenn der sehen würde, dass die Kommafünf bei seinem Alter fehlen, der würde durchdrehen. Nun denn, die Nachricht nach dem Röntgenbild war hervorragend: nix gebrochen, nix gerissen, dafür alles übelst gestaucht und gezerrt. 3 bis 4 Wochen Ruhigstellung. Nun wackelt er an Krücken. Den Rollstuhl konnten wir zum guten Glück im KH lassen.

Dienstag, 7. Februar 2012

Der Schlafsack


Das hier auf dem Bild ist ein Schlafsack. Ein verpackter Schlafsack, lieblos in eine Hülle gestopft, die Hülle nicht ganz zugezogen, so dass ein Teil des Schlafsackes wieder rausquillt. Hat der Junghahn so verpackt. Gestern.

Sei's drum. Der Schlafsack gehört mir. Seit Jahren bin ich im Besitze dieses Teils. Er hat mich auf vielen Reisen und Wanderungen begleitet, gefroren habe ich darin nie. Angeblich hat man darin warm auch wenn es draussen -25 Grad sein soll (bei solchen Temperaturen ziehe ich jedoch ein geheiztes Zimmer einem Zelt vor). Anyway - ein wunderbarer Schlafsack der Marke Mammut. Ich liebe ihn.

Der Schlafsack sollte im Moment eigentlich in einem stinkigen Jungenschlafsaal in einem Lagerhaus in den Schweizer Bergen sein. Ist er aber nicht, sondern er liegt hier neben meinem Schreibtisch am Boden. Der Junghahn, seines Zeichens 15,5 Jahre alt (hab ich schon mal erwähnt, dass er auf das Kommafünf sehr starken Wert legt?), ist ja gestern ins Schul-Skilager gefahren. Von der Kofferpackerei reden wir mal nicht - das wäre eine Never-Ending-Story.

Kurz nach 8 Uhr gestern früh fahre ich also den Junghahn mit seinem Geschleppe zur Schule. Hinten im Auto lagen:
- ein Snowboard mit aufgeschnallten Snowboardschuhen
- ein Koffer
- Stoffbeutel mit Skihelm und Skibrille
- ein Rucksack mit heissem Tee, Mittagslunch für den ersten Tag sowie zwei paar Handschuhen
- besagter Mammut-Schlafsack

Vor dem Schulhaus habe ich mich dann mit ein paar Lehrern unterhalten sowie mit der netten Mutter, mit deren Sohn der Junghahn seine Freizeit verbringt. Dann den Sohn verabschiedet - der hatte seinen Krempel schon aus dem Auto rausgeholt und im Bus verstaut. 

Heute früh guck ich zufällig auf mein Handy - SMS von gestern vom Junghahn: 
«Joouu - habe wahrscheinlich meinen Schlafsack vergessen. Kriege wahrscheinlich eine Wolldecke :-)» 

SMS von mir - ohne Mitleid - zurück: 
«Und? Hast Du gefroren letzte Nacht?» 

SMS vom Junghahn: 
«Ne - die Zimmer sind geheizt.» 
Zwei Minuten später kommt noch eine SMS: 
«Habe eine Bettdecke gekriegt.» 

Jetzt ist er für seine Dussligkeit noch mit einer Bettdecke belohnt worden. Ich hätte es ihm ja schon ein bisschen gegönnt, wenn er so eine stinkige, kratzige Wolldecke gekriegt hätte. 
;-)