Die beste Freundin endlich wieder aus dem Urlaub zurück, die Tage badend an der Emme verbringen, zusammen Fingernägel lackieren, kichernd und schnatternd die halbe Nacht durchmachen, im Garten übernachten, weil's im Haus viel zu heiss ist.
Rund 4,5 dl Blut werden mir dreimal jährlich abgezapft. Das ist nicht viel, das spür ich gar nicht. Die 4,5 dl tun mir nicht weh, fehlen mir nicht. Kosten mich - mit Formular ausfüllen und Blutdruck messen - grad mal 40 Minuten Zeit. Hinterher kriege ich ein Sandwich und was zu trinken und von den aufgestellten Mitarbeiterinnen des Blutspendezentrums ein herzliches «Vielen Dank für Ihre Blutspende» zu hören. Dieses Dankeschön alleine ist es schon wert, Blut zu spenden.
Wer mit dem Auto von Zürich nach Bern auf der A1 unterwegs ist, fährt in Kölliken im Kanton Aargau an einer der grössten Schweizer Baustellen vorbei. Von aussen ist die Baustelle eigentlich nicht sichtbar. Aber die riesige Halle mit aussen liegenden Bogentragwerken fällt auf. Bei der Anlage handelt es sich um eines der unrühmlichsten Kapitel in der Schweizer Entsorgungsgeschichte: Die Gesamtsanierung der Sondermülldeponie Kölliken.
In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde in Kölliken in einer ehemaligen Tongrube eine Sondermülldeponie angelegt. Bis Mitte 80er Jahre lagerte man 350 000 Tonnen Sondermüll in Fässern auf dem Gelände ein. Der ganze Müll wurde zugedeckt, auf dem Gelände über der Deponie weideten künftig Schafe.
Es kam, wie es kommen musste - kurze Zeit darauf bemerkte man, dass die Endlösung halt eben doch keine Endlösung war, denn der Untergrund war undicht, die ganze giftige Brühe begann zu versickern und bedrohte das Grundwasservorkommen der Region.
Die Behörden mussten handeln. Als erste Massnahme wurde Ende der 80er Jahre das gesamte Areal gegen Regenwasser geschützt, sprich abgedeckt. Pumpbrunnen wurden erstellt, man baute eine Schmutzwasser- und Abluftbehandlungsanlage, Drainagen wurden gelegt und so das kontaminierte Wasser aufgefangen.
Anfangs des 21. Jahrhunderts verfügte der Kanton Aargau, dass die Deponie bis spätestens im Jahr 2012 rückgebaut werden müsse. Aus diesem Grund baute man über das komplette Gelände eine Abbauhalle, eine Manipulationshalle und eine Lagerhalle. Die Abbauhalle wird von Bogenträgern überspannt (bis zu 170 m Spannweite), an denen die Decke der Halle aufgehängt ist. Unterdruck und Abluftreinigung in den Hallen sollen verhindern, dass Schadstoffe austreten.
Seit Ende 2007 wird nun die Deponie ausgehoben und rückgebaut, bis im Jahr 2017 sollte das Gelände saniert sein und neu genutzt werden können. Ich frage mich bloss, wie dieses Gelände genutzt werden soll.
Blick durchs Fenster in die Halle.
Die Westseite der Halle.
Bogenkonstruktion
Hier hat jemand versucht ein nettes Plätzchen an der Sonne einzurichten.
Als ob hier jemand freiwillig reingehen würde!
Die Sanierungshalle grenzt direkt an ein Einfamlienhausquartier.
2012 hatte ich das erste Mal am 28. Februar draussen Wäsche aufgehängt. Heuer dauerte es praktisch genau zwei Monate länger, bis ich gestern und heute endlich wieder Wäsche draussen im Garten trocknen konnte. Endlich!
Ich liebe den Geruch von frischer, sonnengetrockneter Wäsche.
«Mam, ich muss ins Krankenhaus, ich glaube, ich habe mir eine Zehe gebrochen!» Cool, wenn man einen solchen Anruf abends um 20.15 Uhr erhält. Der Junghahn rief aus seinem Kampfsport-Training an. Ich habe den Flattermann nach Hause bestellt - Velo fahren kann man auch mit gebrochener Zehe - und wollte mir das erstmal ansehen. Ich verbringe ja nicht einen Abend im Krankenhaus, wenn das nur eine verstauchte Zehe ist. Das Geschrei im restlichen Hühnerstall war gross: «Du kannst den armen Junghahn doch nicht mit dem Fahrrad nach Hause fahren lassen.» Dochdoch, das kann ich sehr wohl.
Um 20.45 Uhr waren wir dann im Krankenhaus. Die Fortsetzung folgt in Bildern:
Warten in der Notaufnahme
Um 22.30 Uhr sind wir dann endlich zum Röntgen. Dann wieder warten bis 23.00 Uhr, da kam dann eine Ärztin und hat erklärt, dass der Knochen nicht gebrochen sei, sondern einen Riss habe. Salben, einbinden, ruhigstellen und kein Sport. Um 23.20 Uhr waren wir wieder zuhause. Tschüss, schöner freier Abend.
Heute gibt es zum ersten Mal Musik hier. Einerseits, weil die Band, die dieses Stück spielt, mir am Herzen liegt, andererseits, weil sie ein wunderschönes Berndeutsch sprechen/singen. Ich habe mir die Mühe gemacht, den berndeutschen Text aufzuschreiben und daneben das Ganze ins Deutsche zu übersetzen. Die Band heisst «Schüpp». Schüpp ist das berndeutsche Wort für das französische Jupe. Schüpp - Jupe - Halbrock, resp. in Deutschland heisst dieses Kleidungsstück schlicht Rock. Soll ich die Verwirrung noch ein bisschen vergrössern? Im Berndeutsch kennt man das Wort Rock auch, aber ein Rock ist das, was im restlichen deutschen Sprachkreis ein Kleid ist.
Uszyt - Auszeit
Chum mir mache wider mau nüt Komm wir machen wieder mal nichts
Löh’n‘is eifach
guet la gah Lassen es uns einfach gut gehen
Löh dr Ranze schön la wachse Lassen den Ranzen schön wachsen
D Out-of-Bed-Frisur la schtah Die Out-of-Bed-Frisur stehen
Mau e Wuche lang nüm dusche Mal eine Woche lang nicht duschen
TV luege stundelang TV gucken stundenlang
Ab und zue mau eis go rouche Ab und zu mal eins rauchen
U drü Bierli nachenang Und drei Bierlein nacheinander
Es paar Tag ke Meter loufe Ein paar Tage keinen Meter gehen
U nüt schaffe mit de Häng Und nichts arbeiten mit den Händen
Mit dem Charre go iichoufe Mit der Karre einkaufen gehen
Fertigfood für ds Wucheänd Fertigfood fürs Wochenende
No chli depressiv driluege Noch ein bisschen depressiv dreinschauen
Chli motze über ds Gäud Ein bisschen motzen übers Geld
U chli gränne wägem Wätter Und ein bisschen heulen wegen des Wetters
We‘s o süsch a gar nüt fäuht Wenn es uns sonst auch an gar nichts fehlt
U am Abe nid ga penne Und am Abend nicht pennen
U a Morge nid ufschtah Und am Morgen nicht aufstehen Keni Vorsätz meh la gäute Keine Vorsätze mehr gelten lassen
Lieber a de Laschter feschtha Lieber an den Lastern festhalten
Ändi Monet mau nüt spände Ende Monat mal nichts spenden
Ke Trinkgäud i der Beiz Kein Trinkgeld in der Kneipe
Wieso nid s Liebesglück beände Wieso nicht das Liebesglück beenden
Flexibu si
het o si Reiz Flexibel sein hat auch seinen Reiz
Jedi Nacht chli uf der Piste Jede Nacht ein bisschen auf der Piste
Jede Tag chli uf dr Yacht Jeden Tag ein bisschen auf der Yacht
U am Abe i de Seili Und am Abend in den Seilen (hängen)
U nächär isch wieder Nacht Und nachher ist es wieder Nacht
U dr Rase nümme mähie Und den Rasen nicht mehr mähen
U am Gjät e Chance gäh Und dem Unkraut eine Chance geben
U dr Chüeuschrank chli la läbe Und den Kühlschrank ein bisschen leben (lassen)
Aber am Putzplan ds Läbe näh Aber dem Putzplan das Leben nehmen
Jedes Härz brucht mou chli Platz zum schlah Jedes Herz braucht mal ein bisschen Platz zum schlagen
Bevor gäg d Wang fahrsch Bevor Du gegen die Wand fährst
schteisch besser chli uf d Bräms Stehst Du besser mal ein bisschen auf die Bremse
O Du muesch nid die ganzi Wäut zämeha Auch Du musst nicht die ganze Welt zusammenhalten
Du wirsch es gseh Du wirst es sehen
O ohne Di geit no so mängs Auch ohne Dich geht ganz vieles
Vor em Ärnte mau nid säie Vor dem Ernten mal nicht säen
Vorus dänke ou nid z‘wyt Voraus denken auch nicht zu weit
Mau schön ruhig - nid düredräie Mal schön ruhig - nicht durchdrehen
Es chunnt aus zu sire Zyt Es kommt alles zu seiner Zeit
Nid grad immer sofort ufschtah Nicht grad immer sofort aufstehen
Nachdäm, dass üs het gleit Nachdem es uns hingelegt hat
We mir doch ändlech mau hei schtiu gha Wenn wir doch endlich mal stillgehalten haben
Us üs ändlech mau guet geit Und es uns endlich mal gut geht
U gar kei Zyt für ds schlächte Gwüsse Und gar keine Zeit für das schlechte Gewissen
Keni Kämpf zum düreschtah Keine Kämpfe zum durchstehen
Mir müesses nid gäng besser wüsse Wir müssen es nicht immer besser wissen
Müesses nume besser ha Müssen es nur besser haben
Drum mache mir wieder mau nüt Darum machen wir wieder mal nichts
Löhnis eifach guet la gahLassen es uns einfach gut gehen
Löh dr Ranze schön la wachse Lassen den Ranzen schön wachsen
D Out-of-Bed-Frisur la schtah Lassen die Out-of-Bed-Frisur stehen
Ja, mir mache mau nüt Ja, wir machen mal nichts
Mir löh nis eifach guet la gah Wir lassen es uns einfach gut gehen
Mir löh dr Ranze schön la wachse Wir lassen den Ranzen schön wachsen
D Out-of-Bed-Frisur la schtah Lassen die Out-of-Bed-Frisur stehen Buchen kann man Schüpp hier.
Endlich Flip-Flops tragen, endlich Luft und Licht an die Füsse, endlich Sonne und Wärme.
Endlich wieder draussen leben - das Küken und das Perlhühnchen im Liegestuhl.
Endlich wieder draussen frühstücken. Der Junghühnervater hatte die Junghühner dieses Wochenende wieder zurück gebracht, die waren jetzt eine Woche bei ihm in Deutschland in den Ferien.
Und jetzt darf das noch 10 Grad wärmer werden und bis Mitte November so bleiben! Bittebittebitte!
Restaurant und Prosecco an einem gewöhnlichen Montag? Jupp, wir mussten ein bisschen feiern. Gestern haben wir den Lehrvertrag vom Junghahn unterschrieben. Den Ausbildungsplatz hatte er bereits letzten Herbst zugesichert bekommen, gestern ging es noch um die Formalitäten. Der Junghahn wird ab August eine Verwaltungslehre in einem unserer Bundesämter beginnen. Gestern sind wir seinem künftigen Chef und Ausbildungsleiter das erste Mal begegnet - einem äusserst sympathischen Mann. Ich freue mich sehr für den Junghahn, ich denke, er hat einen tollen Ausbildungsplatz gekriegt. Er ist auch total happy und freut sich sehr auf seine Ausbildung.
Das Küken ist aus dem Skiurlaub wieder zurück - mit gebrochenem Flügel. Menno... das hätte jetzt echt nicht sein müssen. Sechs Wochen freigestellt vom Sport - mal schauen, wie lange dieser «unruhige Geist» dies aushält ;-)
Das Küken wäre ja eigentlich gestern mit ihrer Vegi-Freundin und deren Sippe in die Skiferien ins Wallis gefahren. Leider kam das Küken aber am Freitag total verschnupft und leicht fiebrig aus dem Schul-Skilager nach Hause. So sind Vegi-Freundin und Familie schon mal losgefahren und ich heute mit dem nur noch leicht verschnupften Küken hinterher. Und weil ich eben klug bin und keinen Bock auf Strassenstress hatte, habe ich mir den Bahnslogan «Der Kluge reist im Zuge» aus dem letzten Jahrhundert zu Herzen genommen und bin mit dem Küken mit dem Zug gefahren.
Frühstücken im Buffetwagen durch den Lötschbergtunnel.
Schöne Aussichten, sowohl was das Wetter betrifft, als auch der Blick aus dem Zugfenster.
Hier kurze Übergabe des Kükens an die Vegi-Freundin-Sippe und mit dem nächsten Zug gleich wieder zurück.
In Brig am Bahnhof fast den Anschlusszug verpasst...
...weil ich noch was zu lesen und eine Tüte heissi Maroni brauchte.
So, und jetzt gehe ich etwas kochen, mir knurrt der Magen nach 6 Stunden Zug fahren.
Unter dem Titel «Wut und Zärtlichkeit» spielte Konstantin Wecker am 6. Dezember in Bern im Theater National. Vom Perlhühnchen habe ich das Ticket für dieses Konzert geschenkt gekriegt. Schon oft habe ich Konstantin Wecker live gesehen, aber das war das beste Konzert der letzten 20 Jahre. Diese Spielfreude der Musiker, die auf höchstem Niveau spielten, war umwerfend: Jo Barnikel am Klavier, seit ich Wecker das erste Mal gesehen habe, immer mit dabei; der Perkussionist und Gitarrist Tim Neuhaus und Nils Tuxen an der Gitarre und an der Pedal-Steel-Gitarre.
Hat schon mal jemand einen Schlagzeuger gesehen, der noch singen und Gitarre spielen kann? Normalerweise sitzen Schlagzeuger mit abgefahrenem Blick hinter ihren Töpfen und haben kaum Kontakt mit dem Publikum. Nicht so Tim Neuhaus. Der kommunziert mit den Zuhörern, spricht mit Ihnen via seinem Instrument - einfach genial. Barnikel sowieso, den muss man einfach lieben und Wecker wäre ohne Barnikel nicht der Wecker, den er heute ist. Nils Tuxen ist ein Virtuose auf seinen Gitarren, wie ich noch selten einen erlebt habe. Und Wecker selbst, dieses Mal sowas von gut drauf, verursacht bei mir mit seiner wunderbaren Stimme immer wieder Gänsehaut. Dieses 3,5stündige Konzert ging definitiv unter die Haut. Zum Reinhören: Absurdistan Weil ich Dich liebe
Grauslig, grauslig... guckt euch den Himmel an... :-(
Wahrscheinlich denkt ihr, ich sei permanent nur am jammern über das miese Wetter hierzulande, sei deswegen ständig schlecht gelaunt oder so. Neinein! Wer mich persönlich kennt, weiss, dass ich ganz selten schlechte Laune habe. Und - ich schwöre, es ist wirklich so - ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben in der Früh schlecht gelaunt aus dem Bett gekrochen zu sein. Ich bin ein sonniges Gemüt sondergleichen. Im vergangenen Jahr bin ich zwar manchmal an meine Grenzen gestossen (Schmerzen in der Hüfte und im Rücken), aber noch unter Schmerzen und im Tablettenrausch habe ich versucht, dem Leben die positiven Dinge abzugewinnen.
Ich gucke ja nicht oft TV. Am Sonntag Abend den Tatort, gerne auch ab und an Dokumentationen über nahe und ferne Länder. Und letzte Woche die Themenreihe auf ARD zum Thema Tod und Sterben. Sehr berührende Dokumentar- aber auch Spielfilme zum Thema Sterben und Tod. Und plötzlich fängt man an zu hirnen, zu grübeln...
Ich bin ja in einem Altersheim gross geworden - meine Eltern waren Heimleiter (wir hatten eine Dienstwohnung im Altersheim). Da wird man unweigerlich mit dem Sterben, dem Altwerden, mit Gebrechen, Krankheiten, Schmerzen, Ängsten konfrontiert.
Manchmal gingen mir die alten Menschen ganz gehörig auf den Senkel. Nein, falsch... nicht die Menschen an sich. Sondern die Aufmerksamkeit, die sie von meinen Eltern verlangten... und auch erhielten. Häufig ging es mir in meinem jugendlichen Egoismus gehörig auf den Geist, dass ich immer in der zweiten Reihe stand, immer hinter dem Herrn Müller seinem Parkinson, der Frau Meier ihrem Urinbeutel, dem Fräulein Schertenleib ihrer Demenz, der permanent miesen Laune von Herrn Sutter, der pürierten Kost von Herrn Jost, dem ständig polternden ehemaligen Legionär Grütter, der grauenhaft schlechten Laune von Frau Mühlemann.
Und dann plötzlich wird man selber älter. 30 Jahre ist es her. Die Hüfte schmerzt, und man merkt, dass Schmerzen einen bösartig und gemein werden lassen. Man hat plötzlich Freunde, die an Parkinson erkranken, der Lieblingsonkel leidet und stirbt an Alzheimer - noch gar nicht alt. Und dann kommt einem in den Sinn, dass der Grossvater auch bereits... und jetzt die Tante auch dement... und überhaupt... Himmel... was kommt da auf einen zu? Und wie ist man in den vergangenen Jahren damit umgegangen. Wir, meine Schwester und ich, sind ja mit diesen Themen aufgewachsen - und irgendwie kann ich damit immer noch nicht umgehen. Schon beängstigend irgendwie.
«Rendez-vous Bundesplatz» nennt sich die musikalisch untermalte Licht-Bilder-Show am Bundeshaus in Bern, die seit Ende Oktober täglich noch bis zum 27. Dezember gezeigt wird, und bei der das Bundeshaus in ganz neuem Licht erstrahlt. Das Spektakel dauert jeweils 20 Minuten, die erste Vorführung beginnt jeweils um 19 Uhr, die zweite um 20.30 Uhr. Weitere Informationen zum Spektakel gibt es hier.
Unter dem Titel «Swinging Safari» veranstalteten unsere Freunde am vergangenen Wochenende in Ihrem Haus ein zweitägiges Kulturfest: Verschiedene Künstler, die Ihre Werke (Malerei, Fotografie, Web-Fotografie, Skulpturen, Installationen, textile Arbeiten, Keramik) ausstellten, diverse Konzerte, eine lyrische Lesung, Filme, ein Carrera-Bahn-Autorennen (das Küken holte den 1. Preis - ein Wellness-Set), Barbetrieb und Tanz.
Am Sonntag war ich schon recht früh unterwegs. Dies, weil ich in die Pilze wollte. Aber, und das war noch viel wichtiger, hatte ich in der letzten Zeit ziemlich viel um die Ohren und wollte ein bisschen meine Ruhe. Nun ja, «normale» Leute würden - wenn das Ruhebedürfnis so gross ist - wahrscheinlich am Sonntag ausschlafen. Geht nicht bei mir. Mir steht dann ganz dringend der Sinn nach meinem Lieblingsbänkli im Emmental. Das steht ganz oben auf einem Hügel an einer Waldecke. Gegen Süden sieht man die Alpen, gegen Norden über die Hügel bei Klarsicht bis zum Jura.
Alpenblick
Ich liebe diese Stimmung da oben am Sonntag früh. Ins Gebimmel der Kuhglocken mischt sich von weit weg das Läuten einer Kirchenglocke.
Ein bisschen weiter unten, bei einem dieser Bauernhäuser, hat jemand auf einem Schwyzerörgeli Ländler gespielt. Normalerweise nicht meine bevorzugte Musikrichtung - aber hier hat es hin gepasst und mit den Kuh- und Kirchenglocken entstand eine besondere Atmosphäre.
Und ja, ein paar Pilze habe ich auch noch gefunden. Erst diesen kleinen Kerl hier.
Und wo ein Fliegenpilz ist, kann der Steinpilz nicht weit weg sein.
Voilà, kein Meter neben dem Fliegenpilz stand er dann da, der Steinpilz.