Dienstag, 27. November 2012

Zibelemärit in Bern


Immer am 4. Montag im November findet in Bern der traditionelle «Zibelemärit» (Zwiebelmarkt) statt. An diesem Tag kommen die Gemüsebauern aus der ganzen Umgebung und verkaufen ihre Zwiebeln. 


Aber nicht einfach lose, sondern zu wunderschönen Zöpfen geflochten. Zöpfe aus weissen Zwiebeln, zweifarbige Zöpfe mit weissen und roten Zwiebeln, oder dreifarbige mit weissen und roten Zwiebeln sowie Knoblauch. Mini-Zöpfchen mit winzigen Zwiebelchen, meterlange Riesenzöpfe, Zöpfe mit hübschen Trockenblumensträusschen verziert, Zöpfe in Herzform, Zwiebelkränze... es ist eine Augenweide.



Auch Zwiebeln in Bonbonform werden feilgeboten. Diese Zwiebelketten hängt man sich um den Hals, in der Regel überleben sie aber den Heimweg nicht, sind vorher aufgefuttert.


Offiziell beginnt der Verkauf um 6 Uhr früh, inoffiziell öffnet der Markt aber kurz nach 4 Uhr. Ich war um 6.30 Uhr dort, tausende von Menschen flanierten bereits über den Märit.


Langsam wurde es Tag. Jetzt beginnt die Zeit der Jugendlichen - denn in Bern ist am Zibelemärit natürlich schulfrei - die sich mit Gummihammer und Konfetti ausgestattet haben. Für mich Zeit, mich mit meinen Zwiebelzöpfen auf den Heimweg zu machen. Als Gegenleistung für die folgenden beiden Fotos liess ich mich aber noch mit dem Gummihammer auf den Kopf hauen und eine grüne Konfetti-Dusche über mich ergehen ;-)



Und zum Zibelemärit gehört natürlich eine Zwiebelsuppe. Das passende Rezept gibt es auf meinem Kochblog.

Kommentare:

  1. Schöner Brauch! Und so einen Gummihammer täte ich mir auch manchmal wünschen ;-)

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  2. Ich find den Zibelemärit auch schön. Aber ich mag sowieso Traditionen :-)

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